Akzeptanz

Es ist wie es ist …

Gerade in der aktuellen Zeit werden wir alle sehr herausgefordert, was das Thema Akzeptanz angeht. Aber: Was heißt eigentlich Akzeptanz?

Das Annehmen und Anerkennen von Situationen, die nun mal so sind wie sie sind, und versuchen sie zu akzeptieren (hinzunehmen) ohne etwas daran für den Moment verändern zu wollen. Das schließt allerdings den nächsten Schritt nicht ist, nämlich dass du bei Nicht-Gefallen schaust, ob du doch was verändern kannst. Dazu passt das Gelassenheitsgebet:

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen/zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

Reinhold Niebuhr

Sind diese Situationen nun im Außen, dann hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du akzeptierst sie so wie sie sind, oder du versuchst gegen sie anzukämpfen, was jedoch in der Regel Energie kostet. Der Widerstand breitet sich aus. Es kostet Kraft, weil man häufig gegen Windmühlen ankämpft. Das kann zum Lebensthema werden!

Vielleicht kennst du Menschen in deinem Umfeld, die gegen alles kämpfen. Egal was du sagst, sie haben Argumente dagegen. Diese Menschen sind nicht glücklich, geschweige denn in Harmonie. Sie sind eher kraftlos, weil sie ihre Energien nicht in das investieren, was sie weiterbringt. Sondern in den Widerstand. Widerstand an sich ist ja nicht grundsätzlich verkehrt, denn man sollte nicht alles so hinnehmen wie es ist. Aber dann hast du ja noch andere Möglichkeiten dich zu entscheiden z.B. den Ort des Geschehens zu verlassen…

Akzeptiere im Inneren

Es gibt aber nicht nur die Akzeptanz von Situationen im Außen. Wahre Akzeptanz beginnt meiner Meinung nach in dir drin. Die Annahme seiner selbst, ist mit das Wichtigste was es gibt. Denn wir sind Persönlichkeiten mit ganz vielen unterschiedlichen Facetten. Du bist nicht nur der Mensch, der stets fröhlich lacht, immer freundlich ist und tut was man ihm sagt. Wir alle haben Schattenanteile in uns. Das hört sich jetzt gruselig an, ist es aber gar nicht. Es sind keine Dämonen an sich, sondern unsere Verletzungen, die wir einmal erfahren haben (in unserer Kindheit oder in unserer späteren Biographie). Wir haben Erfahrungen gemacht, die wir in uns ziemlich gut versteckt haben.

Alles gut wegschließen

Stelle es dir vor wie eine Schatulle mit einem Schloss. Jemand verletzt dich im Außen, sagt dir dass du nicht richtig bist, so wie du bist. Du wirst für etwas verurteilt und nicht angenommen. Vielleicht hast du auch mal gehandelt wie du eigentlich gar nicht handeln wolltest, hast Fehler gemacht etc. … Alle diese Situationen bzw. die Emotionen die zu diesen Situationen zugehörig sind, hast du nun verschlossen in dieser Schatulle die es in dir gibt.

Möglicherweise sind auch schon Menschen von dir gegangen und du hast dir selber nicht erlaubt zu weinen. In dir saß der Glaubenssatz: „Indianer weinen nicht! – Ich darf keine Schwäche zeigen!“ und du hast dir vielleicht nicht erlaubt, diese Traurigkeit auszuleben.

Nun sitzt diese Trauer in dir drin und immer, wenn sie z.B. durch Erlebnisse getriggert wird, drängt sie nach außen. Aber du versuchst sie wieder schnell zurück in die Schatulle zu packen. Das funktioniert jedoch nur eine Zeit lang, aber der Schmerz wird größer und größer – weil er raus will.

Akzeptiere dich – auch deine Schatten

Wichtig bei der ganzen Geschichte ist, dass du dich und deine Schattenanteile akzeptierst. Das du dich selber annimmst mit jeder Faser deines SEINS. Dass du erkennst und weißt: auch das bin ich. Ich bin nicht nur Blumenwiese und Schmetterlinge, sondern in mir schlummert auch eine Traurigkeit, eine Wut oder Ähnliches.

Unser soziales Umfeld, d.h unsere Eltern, Erzieher, Lehrer etc. versuchen einen guten Menschen aus uns zu machen. Sie meinen es nicht böse (die meisten zumindest nicht). Sie möchten in der Regel, dass es uns gut geht und sie wollen uns schützen – vor Verletzungen, Enttäuschungen, Niederlagen. Sie meinen zu wissen, was gut für uns ist, und prägen uns unbewusst mit ihren Glaubensmustern.

Diese Glaubensmuster tragen wir in uns, und sie hindern uns manches Mal uns selbst so zu akzeptieren wie wir sind. Das zeigt sich dann z.B. bei Lieschen Müller in späteren Jahren, die denkt, dass sie nur ein guter Mensch ist, wenn sie Leistung im Beruf bringt. Irgendwann ist sie dann total überfordert, weil sie sich komplett für ihren Beruf aufgibt.

Die innere, fest verschlossene Schatulle

Deshalb ist es nicht verkehrt, wenn man sich mal mit sich selber auseinandersetzt und schaut: Was bin ich? Was gibt es alles in mir? Das Gute an uns können wir wunderbar und sofort akzeptieren. Aber es gibt noch diese Schatulle, was habe ich darin versteckt? Diese gilt es vorsichtig zu öffnen und hineinzuschauen – das braucht Mut und Ehrlichkeit!

Wie du das machst? Wenn du merkst, es kommt eine Wut in dir hoch – schau sie dir an. Gehe hinein in diese Emotion und fühle hinein. Wo sitzt sie, was ist ihr Ursprung, warum ist sie da? Ist es eine alte Wut, die erzeugt wurde, weil du z.B. als Jugendlicher die Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht hast (deine Eltern meinten es wäre ein sicherer Job), aber lieber etwas Kreatives machen wolltest?

Gehe hinein mit deiner ganzen Aufmerksamkeit. Fühle sie, spüre sie. Erkenne: sie ist da! Und dann akzeptierst du sie. Du nimmst sie an. Sie gehört zu dir. Du verstehst, warum sie da ist und was sie dir sagen will. Du hast sie wahrgenommen und sie als etwas angenommen, was zu dir gehört. Je mehr du akzeptierst, vor allem deine Schattenanteile, desto mehr lösen sie sich auf – immer mehr Blockaden können so abgebaut werden.

Akzeptiere, dass auch du Bedürfnisse hast

Auch die Akzeptanz der eigenen Bedürfnisse ist sehr wichtig, um in Harmonie zu kommen. Was will ich? Gehe ich gerade auf meinem Lebensweg meinen eigenen Bedürfnissen nach, oder erfülle ich überwiegend die Erwartungshaltung anderer? Akzeptiere die eigenen Bedürfnisse – erkenne, was du möchtest und stehe dann auch dafür ein.

Der Weg in die Zufriedenheit

Akzeptierst du dich mit allem, was zu dir gehört – deine Schattenanteile, deine wunderbaren Seiten, deine Talente, deine Schwächen, deine Bedürfnisse, deine Biographie die du bis jetzt schon hast – dann hast du eine relativ gute Chance in Harmonie zu leben.

Gib den Widerstand gegen dich selber auf. Gegen die Themen, die es in dir gibt und schau sie dir einmal an. Geh hinunter in den Keller deines Unterbewusstseins, und höre auf dich zu fürchten vor den Gespenstern die dort lauern. Betätige den Lichtschalter und beleuchte die Gespenster mal. Dann erkennst du, dass sie gar nicht so gruselig sind wie sie zuvor wirkten, und die Akzeptanz fällt leichter.

Akzeptiere, dass du ein zauberhaftes Wesen bist und einfach nur liebenswert. Jeder von uns ist es! Mit allen Ecken und Kanten, seinen Bedürfnissen und seinem Seelenruf. Akzeptiere das was ist – was deine Persönlichkeit ausmacht. Dann kannst du schauen, was du verändern möchtest, weil es dich behindert auf deinem Lebensweg.

Lebe dein Leben – in Akzeptanz deines Wesens und deines Körpers!

Wenn du Hilfe beim betätigen des Lichtschalters brauchst … ich helfe Dir gerne!

Von Herzen

Susanne

Mehr über mich: www.sto-bene-entspannung.de