Selbstliebe als Basis gesunder Beziehungen

Zum Fest der Liebenden – Valentinstag

In einem echten Zustand von Selbstliebe, nehme ich wahr wie es mir geht und was ich brauche. Ich nehme mich ernst und wichtig und achte darauf, mich mir selbst gegenüber demensprechend zu verhalten. Das heißt ich erfülle mir soweit möglich, was ich brauche, ich habe Mitgefühl mit mir selbst und trete für meine Bedürfnisse und Grenzen ein.

In einer gesunden Beziehung zum Beispiel, nehme ich mich selbst genauso wichtig und wahr, wie den anderen… Seine und meine Interessen liegen mir gleichermaßen am Herzen. Dies ist was Jesus meinte mit: „Liebe deinen nächsten wie dich selbst.“

All das hört sich so einfach an, allerdings erleben wir uns oft eher in Mustern, die nicht viel mit Liebe zu tun haben. Hier beschreibe ich zwei Muster, die jeweils in einem extrem typisch sind für mangelnde Selbstliebe:

Da gibt es zum einen die Menschen, die nicht auf sich selbst achten, aber alles für andere tun. Diese Menschen werden dann möglicherweise ausgenutzt und brennen aus. Sie werden gesellschaftlich gerne als „liebevoll“ eingeordnet, in Wahrheit misshandeln sie mindestens einen Menschen, nämlich sich selbst!

Dann gibt es diejenigen, denen die anderen gleichgültig sind und die ohne Rücksicht  nur ihre eigenen Interessen im Sinn haben.  Sie werden gesellschaftlich als „egoistisch“ bezeichnet, in Wahrheit steckt mangelnde Selbstliebe dahinter. Sie haben nicht gelernt achtsam mit sich selbst zu sein, deshalb können sie es auch anderen gegenüber nicht sein.

Ein weiterer Hinweis auf mangelnde Selbstliebe ist, wenn ich aus einem tiefen Mangel heraus Liebe bei anderen Menschen suche, aber immer wieder schlechte Erfahrungen mache. Das heißt ich kann nicht spüren oder ernst nehmen was mir selbst gut tut und kann nicht demnach handeln. Denn ohne Selbstliebe ist es schwer einen Verlust oder eine Zurückweisung aufzufangen und ich bleibe lieber in einer schmerzhaften Beziehung und versuche die wenigen Brotkrumen an Zuneigung zu bekommen, die dort möglich sind. Denn ohne Selbstliebe, bin ich abhängig von der Liebe anderer.

Selbstliebe erfordert, sich selbst wirklich kennen zu lernen, den eigenen Schwächen, Mängeln und Unvollkommenheiten mit Mitgefühl und Verständnis zu begegnen sowie die eigenen Stärken und den eigenen Wert anzuerkennen. Auf dieser Grundlage  kann ich mir und auch anderen mit Schwächen und Stärken begegnen und so wird wechselseitige, erfüllende Liebe möglich.

Anya Schulte

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