„Julfest“ und die Rauhnächte (1/2)

Am 21.12. ist die Winter-Sonnenwende

…auch als Julfest (keltisches Fest) bekannt. Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht, der Übergang von der Dunkelheit zum Licht. Wir begrüßen das Licht im Außen und in unserem Innern.

Vor Jahrhunderten , lebten die Menschen im Einklang mit der Natur und registrierten Veränderungen noch bevor sie sichtbar wurden. Nach langen dunklen Tagen des Herbstes , spürten sie die Neue Energie unter ihren Füßen. In ihrer Vorstellung, gebar die Göttin an Tag der Wintersonnenwende das Sonnenkind. Alles was tot schien, erwacht zu neuem Leben.

Dem modernen Menschen ist das Gespür hinter Betonmauern und Dauerberieselungen verloren gegangen. Heute ist die Wintersonnenwende eine gute Gelegenheit mit Freunden und Familie zusammen zu kommen. Bei einem gemütlichen Feuer im Kamin oder in der Natur das wiederkehrende Licht zu begrüßen. Das Element Feuer ist der Ausdruck des wiederkehrenden Lichts.

Ritual – das Licht begrüßen

Alle stehen um das Feuer herum und haben eine Kerze in der Hand. Einer nach dem Anderen löscht gegen den Uhrzeigersinn seine Kerze und der Sprecher bitte um eine gemeinsame Schweigeminute. Er bittet mit geschlossenen Augen den Boden unter den Füßen wahr zu nehmen und erinnert daran, dass aus diesem Boden im Frühling neues Leben erwacht. Bevor nun neues Leben erwacht, ruht die Erde sich aus und sammelt Kräfte.

Auch wir können den Winter nutzen, unsere Ziele und Wünsche zu definieren und wenn die Sonne uns Menschen und die Natur wieder erwärmt, diese mit viel Energie umzusetzen! Das Innehalten und Schweigen kann auch zum Reflektieren dienen, was war Gut in diesem Jahr, was nehme ich mit ins Neue Jahr und was verabschiede ich aus meinem Leben. Es können verschiedene Kräuter ins Feuer geworfen werden, welche die bösen Geister und Gedanken vertreiben sollen.

Die Kerzen werden dann im Uhrzeigersinn nacheinander wieder angezündet, als Symbol für das Wiederkehrende Licht in deinem Herzen, an jedem Tag und für die Welt. Die Kerzen dann abbrennen lassen und danach das Zusammensein z.B. bei Punsch und anderen Leckereien genießen.

Die Wintersonnenwende ist die Einstimmung auf die Raunächte…

Rauhnächte – eine Reise zu uns selbst

Was sind die Rauhnächte?

Es ist die Zeit zwischen Weihnachten und Heilige drei Könige, auch unter die Zwölften oder Wolfsnächte bekannt. Es ist eine besondere, magische und geheimnisvolle Zeit. Die Natur scheint still zu stehen, sich auszuruhen, dies können wir uns zu nutze machen.

Anhalten, Inne halten, Bilanz ziehen und uns aufs Neue Jahr vorbereiten. Unsere Vorfahren haben an den dunklen und kalten Wintertage die Zeit mit der Familie verbracht. Sie haben Geschichten erzählt, Kontakt zu den Ahnen, Geistern und Naturwesen aufgenommen und orakelt.

Die Zwölften spiegeln das neue Jahr wieder

Jede Rauhnacht steht mit einem Monat des folgenden Jahres in Verbindung. Die erste Rauhnacht steht für den Januar, die zweite für den Februar usw. …

Jetzt ist es wichtig auf die Träume zu achten. Was in der ersten Rauhnacht geträumt wird, gibt Hinweise auf das, was im Januar geschehen wird und so fort. Lege dir ein Traumtagebuch zu und schreibe alle Träume auf.

Unser Vorfahren haben in den Raunächten alles, was um sie herum geschah, sehr genau beobachtet. Das Wetter zum Beispiel gibt Aufschluss für die Witterung im neuen Jahr. Streit in dieser Zeit steht für Unheil, Unordnung für Chaos im nächsten Jahr.

Sind die Raunächte noch Zeitgemäß?

Ja, vielleicht mehr als wir denken! Wir haben jederzeit die Möglichkeit die Heizung anzumachen und uns zu wärmen, wir leben in einem äußerem Komfort. In unserer schnelllebigen Zeit muß alles schneller, besser, billiger sein dadurch wird die Not im Inneren nach Wärme ,Geborgenheit und Geselligkeit immer größer. Wir sehnen uns nach Ruhe, Stille und Rückbesinnung. Die Rauhnächte bieten uns die Möglichkeit, Zeit für uns selbst zu finden.

Es ist die Zeit für Träume, Fantasien, Räuchern, Meditieren und für Rituale. Rauhnächte sind die Tage des Übergangs, die Reise in eine Welt der Magie, die Jenseits des Alltags liegt.

Wir starten die Rauhnächte in der Nacht zum 25.12. und Enden in der Nacht zu 6.1. – beginnen wir diese Reise zu uns selbst, jetzt!

Einstimmung und Vorbereitung auf die Rauhnächte

Die wichtigste Regel lautet: „Lass dir Zeit“! Führe die Rituale und Meditationen nur dann aus, wenn du Ruhe dazu hast. Sei achtsam mit dir, deinem Körper und deinem Atem.

Besorge dir folgendes:

  • Räuchergefäß (feuerfeste Muschel oder Schale) mit Sand
  • Räucherkohle
  • Mörser zum zerstoßen von Rinden und Harzen

Die Auswahl der Räucherungen ist groß, für die Rauhnächte brauchst du folgende:

  • Weihrauch – schützt, reinigt und öffnet die Tür zur spirituellen Welt
  • Salbei – wirkt reinigend und beruhigt den Geistern
  • Wacholder – schützt und erhöht die Aufmerksamkeit
  • Zeder – weckt die Kräfte der Fantasie
  • Beifuß – stärkt Körper und Seele
  • Kieferharz – vertieft die Atmung
  • Tanne – weckt die Lebensfreude und schenkt Klarheit
  • Thymian – desinfiziert und reinigt
  • Myrrhe – lässt negative Gedanken zur Ruhe kommen
  • eine Feder um den Rauch in den Raum und in dein Energiefeld zu fächern
  • Kerzen oder Bienenwachskerzen, schwarz, weiß, gelb und rot
  • schönes Papier oder ein Traumtagebuch

Versuche schon in der Adventszeit dich langsam auf die Rauhnächte einzustellen. Bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt, beim Plätzchen backen oder beim Waldspaziergang. Außerdem:

  • bringe all die ausgeliehene Dinge zurück
  • befreie dich von Altlasten, Schulden und offene Rechnungen
  • räume dein zu Hause auf auch den Keller und die Garage
  • versuche Probleme mit anderen Menschen aus dem Weg zu räumen

Über die einzelnen Rauhnächte und die damit verbundenen Rituale berichten wir im kommenden Artikel. Besorge dir gerne schon die o.g. Dinge und sei gespannt…

Deine Petra

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