Mut-Muskel-Training

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Mahatma Gandhi

Um diese Veränderung zu sein, braucht es Mut. Denn dann verhalte ich mich nicht so, wie die Gesellschaft es von mir verlangt, sondern vielleicht auch ein wenig gegen die Norm. In seinem Zitat bringt Mahatma Gandhi an: „…die du dir wünschst…“. Deine eigenen Bedürfnisse und Interessen sollst du mit einbringen. Dann besteht die Möglichkeit in innere Harmonie zu kommen.

MUT–MUSKEL

Ist mein Mut–Muskel schon aktiviert? Oder sitzt noch der Schiss–Hase im Vordergrund des Schauplatzes meines Lebens und bibbert? Mut – was ist das eigentlich?

M…achen

u…nd

T…un?

Das auch. Aber auch der unbändige Wille etwas erreichen zu wollen. Etwas zu tun, was andere so vielleicht nicht machen. Mutig sein und einen anderen Weg gehen, den andere so vielleicht nicht gehen – deinen Weg. Die alte Sicherheit aufgeben für etwas von dem ich gar nicht weiß, ob es mir überhaupt Sicherheit bieten kann. Nur mit Willensstärke alleine braucht es unheimlich viel Kraft. Was definitiv dazu gehört ist die Emotion. Die Emotion ist der Motor, der uns antreibt.

Es gibt genug Leute die den Willen hatten etwas in ihrem Leben zu verändern. Z.B. den Partner zu verlassen, der ihnen nicht guttut, die Stelle zu kündigen, die sie nur mürbe macht, die das Ziel haben eine schlechte Angewohnheit aufzugeben. Und sie haben es versucht mit „Ich will es aber…!“ und dann kam der Schiss–Hase nach vorne und hat sie mit sämtlichen Zweifeln konfrontiert. Und schon war der gute Vorsatz zum Scheitern verurteilt.

WILLE + EMOTION

Ist der Wille mit Emotionen unterlegt, sieht die ganze Sache schon ein wenig anders aus. Dann habe ich den Willen und ein Gefühl dabei. Ein ausschlaggebendes Warum, dass mein Unterbewusstsein sehr gut versteht. Und somit rutscht die Angelegenheit eine Etage tiefer und das Unterbewusstsein arbeitet mit. Sogar der Schiss-Hase ist von dem Vorhaben überzeugt und steht mit ein. Es erfordert oft richtig Mut für sich selber und die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Klar zu sagen was ich will, wie ich es gerne hätte und was mir wichtig ist.

ALTE PROGRAMME

In der Kindheit hörte fast jeder von uns: Sei schön lieb! Was auch heißt: Pass dich schön an. Den Bedürfnissen der Erzieher, Lehrer etc. Falle nicht auf, mache mir keinen Ärger. Damit startet ein Kreislauf, in dem es darum geht die Bedürfnisse des Außen zu erfüllen und die eigenen hinten an zu stellen. Nehme ich meine Bedürfnisse, die ich gerade habe, wahr und habe ich auch den Mut diese dem Außen mitzuteilen?

Die Frage steht im Raum: Was sagen die anderen, wie reagieren sie? Auch die Angst vor sozialer Zurückweisung, dass Menschen aus der Familie oder Freunde sich von mir abwenden könnten, mich verurteilen könnten. Vielleicht kommt in mir das Verpflichtungsgefühl auch hoch ihnen Rede und Antwort zu stehen. Stehe ich aber selber hinter meiner Entscheidung, meinem Bedürfnis mit klarem Willen in Verbundenheit mit einem Gefühl, dann trete ich so klar auf, dass mein Umfeld nicht einmal an meiner Entscheidung zweifelt. Ich bin sicher in meinem Inneren, und das spürt das Außen auch sofort.

SCHISS-HASE

Was möchte der Schiss–Hase in uns? Er möchte nichts anderes als Sicherheit. Er möchte das alles beim Alten bleibt, denn: den alten Driss kennt er ja. Er hat sich dort sehr gut eingerichtet und weiss, was ihn erwartet,. Er kann mit dem Schmerz schon sehr gut umgehen. Er hat auch Angst vor Niederlagen. Das wir einen Fehler machen könnten, und dass es nach hinten losgeht. Aus Angst vor Zurückweisung. Dies liegt in der Evolution verankert. Früher war es so, wenn man aus der Gemeinschaft ausgestoßen wurde, hatte man recht wenig Chancen zu überleben. Dies gilt aber heute nicht mehr und deshalb gilt: Aktiviere den Mut-Muskel.

Ganz ehrlich, wenn du es nie ausprobiert hast, kannst du auch nicht wissen, ob es gut werden kann. Was hilft es dir, wenn du am Ende deines Lebens in deinem Sterbebett liegst und sagst: „Ich hätte gerne noch die Reise nach Bali gemacht, aber ich hatte immer Angst davor so weit zu reisen.“ Oder du ärgerst dich, dass du nie aus deinem Angestelltenverhältnis herausgegangen bist und einen Törtchen–Laden eröffnet hast.

Bist du den Schritt nie gegangen, kannst du auch nicht wissen, ob es gut hätte werden können. Du träumst vor dich hin und lebst in Gedanken ein Leben, dass du nie realisieren kannst, weil dir der Mut fehlte. Die Sehnsucht und die Unzufriedenheit, dass du es nie gewagt hast wird ein Leben lang bleiben und dich unzufrieden machen.

FRAGEN DIE HELFEN KÖNNEN:

Frage dich: Was wollte ich schon immer mal machen? Welche Sehnsucht begleitet mich schon mein Leben lang? Was hat mich daran gehindert etwas auszuprobieren? Was kann ich tun, um diesem Traum ein Stück weit näher zu kommen?

Versuche dir die neue Situation in die du hinein willst: das Leben als Single, die neue Arbeitsstelle, die neue Lebenssituation als schlanker und gesunder Mensch, so lebhaft wie möglich vorzustellen. Stelle es dir bildlich vor Augen vor: Wo wirst du sein, wenn du es umgesetzt hast? Was wirst du hören, riechen schmecken? Spüre es mit allen Sinnen. Wie wirst du dich fühlen, wenn du das erreicht hast, was du gerne erreichen möchtest? Was für Menschen werden um dich herum sein? Wenn du es dir so bildlich wie möglich vorstellst, dann bist du ganz in dem Gefühl drin und dein Unterbewusstsein versteht die Message.

HÖRE AUF DIE SEHNSUCHT DEINER SEELE

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben, und dass du in Harmonie kommst ist für dich und dein Umfeld das beste was passieren kann. Übe dich im Mut-Muskel-Training. Es müssen nicht direkt die großen Umbrüche in deinem Leben sein. Beginne klein und trainiere jeden Tag ein bisschen mehr: Stehst du auf dem Markt und der Gemüsehändler will dir kitschige Äpfel einpacken, dann kannst du direkt schon dafür einstehen und ihn bitten dir einen anderen Apfel zu geben. So trainierst du deinen Mut-Muskel jeden Tag ein bisschen mehr. Du merkst bei jedem Einsatz des Muskels: es ist gar nicht schlimm und er wird immer stärker.

Wenn du dann doch mal hinfallen solltest, während du dich an größere Themen traust: dann stehe wieder auf – aber in Harmonie und Würde, weil du für dich und deine Bedürfnisse eingestanden bist. Dann kannst du dir Gedanken machen, wie du den Weg wohl verändern kannst. Das Leben wäre zu traurig, wenn wir nicht mutig sind und die Welt würde sich auch nicht verändern.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Training deines Mut-Muskels, ich trainiere ihn auch täglich (jeden Tag ein bisschen mehr).

Von Herzen

Susanne

Mehr über mich: www.sto-bene-entspannung.de