Hast du bereits die Weichen für 2022 gestellt?

Setze deine Intention – jetzt.

Lass los, was nicht zu dir gehört!“

(Sat Hari Singh)

Das alte Jahr loslassen

Der Januar ist fast vorbei und bald ist wieder Neumond – hast du dem neuen Jahr bereits (d)eine (positive) Richtung gegeben? Oder bist du hilflos dem Wind ausgeliefert, lässt dich ohne bestimmtes Ziel in der Ungewissheit treiben? Gerade die derzeitigen Umstände machen es einem leicht, in Demotivation, Leere und Antriebslosigkeit zu verfallen.

Nutze die verbleibenden Tage, dir nochmal bewusst zu werden, wohin du möchtest. Und um konkret deine Wünsche und Pläne zu formulieren. Setze weise dein Segel, damit dein Boot auf den richtigen Kurs kommt. Pump die Reifen deines Rades mit frischer, neuer Luft auf, vergiss nicht einen passenden Sattel, der dich lange Touren aushalten lässt und bleibe im gleichmäßigen Tritt deiner Beine. Stetig geht es so deinem anvisierten Ziel entgegen. Vielleicht hast du auch die Raunächte bereits nutzen können, deine Bedürfnisse zu manifestieren.

Setze dich aber auch nicht unter Druck, der zum gegenteiligen Effekt führt (den kennst du bestimmt von den Jahren zuvor): Du kannst immer wieder neu entscheiden und neu anfangen. Lass dich von deiner Umwelt inspirieren, hol dir motivierende Impulse. Auch bei FORMQUELLE gibt es einen bunten Blumenstrauß an Möglichkeiten zu entdecken – die nächsten Videos, Ideen und Challenges stehen bereits in der Pipeline!

Am Beispiel des Jahreswechsels, den wir so viele Male bereits vollzogen haben, mit immer denselben, oft scheiternden Vorsätzen, zeigt sich in exemplarischer Weise das Ausmaß des Dilemmas: Was bin ich wirklich bereit loszulassen? Wo hat mir das alte Jahr gedient, wo sind noch Themen offen und wie starte ich in den neuen Abschnitt? Wie kann sich etwas Positives zeigen, wenn ich Unerledigtes aufschiebe und mitnehme? (Beachte: Manchmal lassen einen auch die Themen nicht los!)

Der Phönix erhebt sich aus der Asche! Erst wenn die Grundmauern niedergebrannt, die alten Schlacken und verkrusteten Muster entfernt sind, keimt neue Hoffnung. Gemeinhin versteht man eine Niederlage als einen totalen Zusammenbruch, nach dem sich die Kraft zur totalen Veränderung formiert.

Des Weiteren kannst du dich fragen: Wo bin ich hart (zu mir) und möchte einen (ungeliebten/unangenehmen) Zustand bspw. mithilfe der Pharmazie möglichst schnell beseitigen, ohne anzunehmen, was ist? Um etwas loslassen zu können, muss man es erst einmal festhalten!

Ich darf mir auch meine Ängste anschauen: Letzten Endes bedeutet jeder kleine, alltägliche Akt des Loslassens einen Schritt eben in Richtung ENDE. Der Tod wartet hinter jeder profanen Übung, ob es der Verlust eines Gegenstandes oder geliebten Menschen ist. Solange wir das nicht akzeptieren, das Unvermeidliche, unsere Sterblichkeit, werden wir unsere unbearbeiteten Emotionen auf Menschen und sekundäre Situationen projizieren – und flüchten. Um nicht spüren zu müssen, was tiefer liegt, jenseits des Offensichtlichen.

Eine der wichtigsten Lernerfahrungen überhaupt

Loslassen ist DAS Thema schlechthin und kann nicht mal eben erlernt werden – es ist ein lebenslanger Prozess, der lebenslange Übung erfordert! Die Geburt läutet diesen bereits ein: Mit dem ersten Atemzug geben wir dem Sterben quasi die Hand, bewegen uns auf dieser „Straße“ mit mehr oder weniger Stolpersteinen, (ziel-)gerade oder über Umwege, aber unabwendbar auf das irdische Ende zu. Unsere leibliche Hülle zu verlassen. Entwickeln uns wieder zurück in die Erscheinung des Säuglings, müssen vielleicht wieder gepflegt, gewaschen, betreut und gefüttert werden. Wie ernüchternd! Aber auch ein Hinweis, sich in der eigentlichen Kürze der Lebensspanne nicht so wichtig zu nehmen und unsterblich zu wähnen. Die Zeit nagt unaufhörlich an unser aller Knochen!

Der Prozess des Loslassens ruft automatisch das Gefühl der Trauer hervor – von den utopischen Bildern in unseren Köpfen Abschied zu nehmen, was jeder anders, auf seine eigene Weise bewerkstelligt. Trauer ist eine starke Kraft, die heilen, aber auch zerstören kann!

Wenn wir nicht loslassen, dann verharren wir in belastenden Situationen, die uns nicht guttun, unserer seelischen und körperlichen Gesundheit schaden und uns daran hindern, unsere Fähigkeiten auszuschöpfen. Symptome können sein:

  • Psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen
  • Suchtverhalten
  • Schlafstörungen
  • Wut- und Hassgefühle
  • Depressionen

um nur einige zu nennen.

Was geschieht nun genau?

Wir entscheiden uns, den Blick nach vorne zu wenden, von den ausgehenden Gefühlen wie Verzweiflung, Trauer, Kränkung, Wut oder Eifersucht, die unsere ganze Aufmerksamkeit angezogen haben, wie das belastende Ereignis und dem Gedankenkarussell:

  • Warum musste mir das passieren?
  • Warum ist das Schicksal so ungerecht?
  • Wieso hat er/sie mir das angetan?
  • Ich schaffe es nicht, mich zu befreien. Warum habe ich mich so verhalten?
  • etc.

hin zu dem Punkt, dass wir merken, so nicht mehr weiterleben zu wollen.

Wie sind bereit, die Vergangenheit zu akzeptieren und entwickeln die Einstellung: Ich bin bereit, anzunehmen, was geschehen ist. Wir haben das Vertrauen, dass es eine Lösung gibt, uns aus der Situation heraus zu manövrieren.

Was sind hilfreiche Einstellungen?

  1. Es läuft nicht alles so, wie wir es gern hätten.
  2. Bereit sein zu akzeptieren, dass wir nicht immer alles richtig machen.
  3. Dass die Welt nicht gerecht ist.
  4. Dass sich andere Menschen nicht so verhalten, wie wir es uns wünschen.
  5. Loslassen bedeutet weder Gutheißen noch Kapitulieren.
  6. In dem Bewusstsein verweilen, dass wir es verdient haben, dass es uns gutgeht.
  7. Loslassen ist kein Versagen.
  8. Wir können unsere Gefühle beeinflussen und steuern.

Der Beginn

Am Anfang steht ein einziger Satz: Ich bin bereit, loszulassen!

Wann immer die Gedanken an das kommen, was man loslassen möchte, sofort diese mit einem STOPP unterbrechen und den obigen Satz im Geiste rezitieren. Es kann sein, dass der Eindruck des Sich-Belügens entsteht, weil das Gefühl etwas anderes sagt. Mit etwas Übung wird sich das Gefühl allerdings den Gedanken anpassen. Hilfreich kann eine Gewinn-Verlust-Rechnung sein: Was gewinne ich, wenn ich loslasse? Oder man überprüft seine Angst, wie realistisch diese und ob überhaupt begründet ist. Sich mit Menschen zu verbinden, die bereits erfolgreich eine solche Situation gemeistert haben, kann sehr aufbauend sein. Im Gegenzug Menschen, die in krankmachenden Situationen verharren (wie wir gerade) meiden. Ebenso Selbstvorwürfe.

Therapeutische Hilfe kann nötig werden, wenn etwas verkehrt läuft in unserem Leben und wir nicht wissen, wie wir aus dem Zustand herauskommen sollen.

Es gibt, wie bei vielen Dingen, zunächst eine Verschlechterung der Situation, weil man etwas verliert, von dem man bisher glaubte, es zu brauchen. Es entsteht eine Lücke, ohne Ersatz. Aber langfristig werden Freiheit, Erleichterung, Energie und Lebensfreude an diese Stelle treten.

Wir dürfen auf dem Weg stolpern, straucheln und fallen. Und immer wieder neu aufstehen. Neben der körperlichen ist hier vor allem die mentale Fitness ausschlaggebend!

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